Venezuela hat eines der größten Erdölreserven dieser Welt und deshalb ist der Erdölsektor weiterhin eine wichtige Hauptstütze der Wirtschaft. Darüber hinaus tragen rund 50 % der Erdöleinnahmen zu den Staatseinnahmen bei und machen 75 % des Exportwertes aus. Die venezolanische Regierung hat deshalb ihre Erdölpolitik die größte Priorität eingeräumt. Zu den wichtigsten Handelspartner gehören die USA, gefolgt von Kuba, China, Japan, Vietnam, Italien und Brasilien. Drüber hinaus verfügt es über große Mengen an Eisen und Eisenerz, Phosphat sowie einzelne Vorkommen an Diamanten und Gold. Neben der Erdölindustrie sind die Stahl-, Eisen- und Aluminiumindustrie bedeutende Wirtschaftszweige. Zudem spielt der Tourismus eine besondere Rolle in der venezolanischen Wirtschaft.
Mittlerweile hat Venezuela einen relativ hohen Selbstversorgungsgrad. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter zählen Rindfleisch und Milchprodukte sowie Kaffee, Reis und Zucker, die fast ausschließlich zum Außenhandel produziert werden. 1994 kam es zu einer schweren Finanz- und Bankenkrise, die jedoch 1997 dank der Stabilisierung des Landes gelindert werden konnte. Währen der Krise wurden ein Großteil der venezolanischen Banken, wegen Zahlungsunfähigkeit, verstaatlicht.
Aufgrund des Verfalls der Ölpreise kam es 1998 zu einem wirtschaftlichen Stillstand des Landes, sodass es zu Massenarbeitslosigkeit kam und die Bevölkerung immer ärmer wurde. Venezuela konnte sich nur schlecht von dieser Krise erholen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist nach wie vor sehr stark vom weltweiten Erdölpreis abhängig.