Venezuela ist eine Präsidialdemokratie. Der Präsident wird alle sechs Jahre, mit der Möglichkeit einer einmaligen Wiederwahl, vom Volk direkt gewählt und ist gleichzeitig nominelles Staatsoberhaupt und Chef der Exekutive. Nach Ablauf der Hälfte seiner Amtszeit kann der Präsident per Referendum abberufen werden. Der Präsident ist dazu befugt den Vizepräsidenten sowie die Mitglieder seines Kabinetts zu ernennen. Die Abgeordneten der Nationalversammlung werden alle fünf Jahre gewählt. Der demokratische Bundesstaat ist in 23 Einzelstaaten und einem Hauptdistrikt unterteilt. Die regionale und kommunale Selbstverwaltung ist jedoch vollkommen unverwirklicht. Die Einzelstaaten verfügen nur über sehr geringe finanzielle Mittel und sind seit der Abschaffung des Senats an der Gesetzgebung nicht mehr beteiligt. Der „Consejo Federal del Gobierno“, der Bundesrat, hat nur beratende Funktionen.
Aufgrund des betriebenen Prozesses der politischen Umgestaltung durch den Präsidenten Hugo Chávez hat das Parteiensystem in Venezuela einen erheblichen Wandel erfahren. Die Regierungskoalition, „Moviemiento Quinta República“ (MVR) wird vom Präsidenten angeführt. Seit Dezember 2007 versucht Chávez die sozialistische Partei PSVU und die MVR zusammenzufassen. Die Parteien PPT und die kommunistische Partei PCV widersetzten sich bereits gegen die Verschmelzung. Im August 2007 ist die linksozialdemokratische orientierte Partei „Podemos“ auf Distanz zu den Präsidenten Chávez gegangen und bildet die einzige regierungskritische Stimme innerhalb des Parlamnets. Vor der Regirung von Chávez dominierten die Parteien „Acción Democratica“ und COPEI, diese mussten jedoch einen massiven Bedeutungsverlust innerhalb der letzten Jahre hinnehmen.