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Warum sich eine Sprachreise nach Venezuela lohnt

Viele sind vom herkömmlichen Spanischunterricht gelangweilt, da die Lehrwerke nicht interessant und lebhaft genug gestaltet sind und der Unterricht die freie Kommunikation nicht ausreichend übt, sondern die Vermittlung von grammatischen Strukturen in den Vordergrund stellt. Häufig lassen die straffen Curricula wenig Spielraum, um die Interessen der Schüler aufzugreifen. Eine Sprachreise nach Venezuela kann dazu beitragen, Sprachenlerner wieder zum Spanischlernen zu motivieren und sprachliche Defizite schnell und effizient zu beheben und den Grundstein für erfolgreiches, selbstständiges Lernen zu legen.

Eine Sprachreise bietet sprachliches und kulturelles Lernen

Die Verknüpfung von gesteuertem Lernen im Sprachkurs, der von einem spanischen Muttersprachler geleitet wird, und ungesteuertem Lernen durch die Teilhabe am venezuelanischen Alltag, wie sie eine Sprachreise bietet, ermöglicht beste Lernbedingungen. Zudem fördert der mehrwöchige Aufenthalt in Venezuela nicht nur das sprachliche, sondern auch das kulturelle Lernen. Die Beobachtungen im Alltag und in Gesprächen mit Einheimischen können, beispielsweise im Hinblick auf Begrüßungsrituale oder nonverbale Kommunikation, kulturelle Unterschiede zur eigenen Kultur beobachtet werden. Dieses implizite Wissen, was im Unterricht nur in begrenztem Umfang vermittelt werden kann, trägt zur erfolgreichen Verständigung bei und hilft, interkulturelle Missverständnisse, die im schlimmsten Fall zum Scheitern der Kommunikation führen können, zu vermeiden.

Das lateinamerikanische Spanisch im Gegensatz zum Castellano

Außerdem kann sich der Reisende darin üben, die lateinamerikanische Variante des Spanischen zu verstehen und selbst zu sprechen. Im Gegensatz zum Castellano, der Variante des Spanischen, die in Spanien gesprochen wird, werden im lateinamerikanischen Spanisch teilweise andere Wörter verwendet (beispielsweise „esposo“ (lateinam. Spanisch) anstelle von „marido“ (Castellano) für „Ehemann“), andere Ausspracheregeln befolgt (der berühmte lateinamerikanische „Seseo“, welcher den Zusammenfall der Laute /s/ und /θ/ zu /s/ bezeichnet) und sogar grammatische Aspekte unterschiedlich gehandhabt (Zusammenfall der formellen und der informellen Anrede durch die Verwendung von „ustedes“ anstelle von „vosotros“). Da im konventionellen Unterricht meist das Castellano im Vordergrund steht, bietet eine Sprachreise nach Venezuela die Möglichkeit, eine lokale Variante des Spanischen zu vertiefen.


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